|
Die "Grande Dame" der österreichischen Malerei im Museum Lothar Fischer |
|
|
|
In der Ausstellung „Das eigene Ich – Maria Lassnig und ihre
Schülerinnen Johanna Freise, Regina Götz“ präsentiert das Museum Lothar
Fischer drei Malerinnen, die für ein nahezu identisches Thema jeweils
einen sehr individuellen Ausdruck finden.
Die inzwischen 89jährige Maria Lassnig gehört zu den
renommiertesten österreichischen Gegenwartskünstlern. 1919, im
Todesjahr von Gustav Klimt und Egon Schiele, geboren, wächst sie in
einer Krisen- und Umbruchszeit auf: Die österreichisch-ungarische
Donaumonarchie ist zusammen gebrochen, Inflation und soziale Spannungen
beherrschen die gesellschaftliche Lage. Politische Umbrüche, wie der
Anschuss Österreichs im „3. Reich“, befördern bei der jungen Maria
Lassnig eine Haltung der inneren Emigration und eine zeitlebens
anhaltende Skepsis gegenüber äußeren Einflüssen.
In ihrem künstlerischen Werk bedingt dies eine radikale Beschäftigung
mit dem „eigenen Ich“ – mit subjektiven Gefühlen, Eindrücken und
Befindlichkeiten.
Zusammen mit Arnulf Rainer gehört Lassnig zu den Künstlern, die
nach dem Krieg den Weg für die österreichische Moderne maßgeblich
bahnen. Als Lassnig 1980 einen Lehrauftrag als Professorin an der
Wiener Akademie erhält, ermutigt sie junge Künstler und Künstlerinnen
ihren eigenen Empfindungen künstlerisch Ausdruck zu verleihen. Auf
welch unterschiedliche Weise dies geschehen kann, und wie sich Inhalte
eigenen Befindens über Generationen verschieben, kann anhand der Bilder
zweier Lassnig - Schülerinnen, von Johanna Freise (geb. 1961) und
Regina Götz (geb. 1966), noch bis 6. Juli im Museum Lothar Fischer
hervorragend nachvollzogen werden.
Info: Museum Lothar Fischer, Weiherstraße 7a, 92318 Neumarkt i.d. OPf.
Geöffnet: Mi-Fr 14 – 18 Uhr Sa/So 11 – 18 Uhr
Öffentliche Führungen: sonntags 15 Uhr und an jedem ersten Sonntag im Monat auch um 11.25 Uhr, parallel dazu eine Kinderführung
Weitere Informationen unter: www.museum-lothar-fischer.de
|