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Erstaunen über Aussagen zu einer geforderten Unterführung bei Pölling PDF Drucken E-Mail

NeumarktDie erneuten Aussagen der CSU zu ihrer Forderung nach einer Unterführung der Pöllinger Hauptstraße unter dem Ring hindurch erstaunen Oberbürgermeister Thomas Thumann. Denn wiederum wird von der CSU die Oberste Baubehörde als möglicher Unterstützer und Förderer des Vorhabens ins Spiel gebracht. Er selber hatte bei mehreren Gesprächen mit der Obersten Baubehörde stets ganz andere Aussagen gehört. Seit seinem letzten Gespräch in München seien weder von dort noch von den nachgeordneten Stellen andere Mitteilungen bei der Stadt eingegangen. „Vielleicht sollte die CSU uns sagen, wer in der Obersten Baubehörde ihnen diese Auskunft gegeben hat. Denn mir und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung wurden bislang von den zuständigen Stellen nur mitgeteilt, dass man dort keinerlei Notwendigkeit für eine erneute Neuplanung zugunsten einer Unterführung sehe.“

Dies hatte sich schon im Verlauf der Überprüfung der im Mai 2007 von der CSU geforderte Unterführung ergeben. Damals habe er umgehend reagiert und ein Ingenieurbüro mit der Kostenuntersuchung für verschiedene Varianten beauftragt, dessen Ergebnisse im Oktober 2007 vorlagen. Anschließend habe man die Gespräche mit den zuständigen Stellen geführt und die Möglichkeiten einer Realisierung ausgelotet. Schließlich dürfe man im Hinblick auf einen möglichen Umbau nicht aus den Augen verlieren, dass dieser nach der Aufstufung des Münchener und Berliner Rings zur B299 zum Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamtes gehöre. Die Stadt habe in Gesprächen mit den zuständigen Stellen allerdings bisher das Signal erhalten, dass man dort keinerlei Notwendigkeit für eine erneute Neuplanung sehe. Daher sei für die Stadt im Moment auch nicht ersichtlich, ob es überhaupt eine Zustimmung dazu gebe und wenn ja, in welcher Höhe der eventuelle Bau einer Unterführung von staatlicher Seite gefördert werde.

Mit geschätzten rund 4 Mio. € schlage die von der CSU favorisierte Unterführung zu Buche. Sie liegt damit wesentlich über den Kosten für die ursprünglich bereits im Stadtrat beschlossene Radweg- und Fußgängerunterführung, die auf Drängen der CSU nicht verwirklicht worden war. Die Unterführung für Radfahrer- und Fußgänger hätte rund 800.000 € gekostet und wäre inzwischen wohl, wie auch ein Vertreter des Staatlichen Bauamtes vor einiger Zeit in der Presse bestätigt hatte, längst gebaut, wenn das Vorhaben nicht auf Antrag der CSU im Mai 2007 gestoppt und eine Unterführung mit einer Durchfahrtshöhe auch für Kraftfahrzeuge von mindestens 3,50 Metern ins Spiel gebracht worden wäre.

Oberbürgermeister Thumann selber hatte, als die Pläne für eine Radfahrer- und Fußgängerunterführung auf CSU-Antrag gestoppt wurden, sofort reagiert, um die damals noch problematische Situation an der Kreuzung für Radfahrer- und Fußgänger zu lösen. Daher hatte er gleich nach dem Stopp im Mai 2007 den Auftrag erteilt, eine andere Ampelschaltung programmieren lassen. Bereits seit Juli 2007 sorgt nun eine verbesserte Ampelschaltung an dieser Stelle dafür, dass sich nicht nur die Wartezeiten auf die Grünphasen verkürzt haben, sondern dass die Querung des Rings für Fußgänger und Radfahrer dadurch auch deutlich sicherer geworden ist.

„Seither haben mich von den Bewohnern aus Pölling - abgesehen von den Äußerungen seitens der FDP und der CSU –keine Aussagen erreicht, die auf eine markant andere Lösung gedrängt hätten“, so Oberbürgermeister Thumann. „Ganz im Gegenteil haben mir zahlreiche Pöllinger bestätigt, dass sie die jetzige Lösung mit der neuen Ampelschaltung als völlig ausreichend ansehen. Daher kann ich die Aussage der CSU nicht nachvollziehen, dass es an dieser Kreuzung Verkehrsprobleme in dem von ihnen dargestellten Maß gibt, die auf eine rasche Lösung drängen. Die CSU-Aussage, dass Pölling vom Rest der Stadt abgeschnitten sei, kann ich dabei überhaupt nicht nachvollziehen. Denn eine Ampel schneidet sicher keinen Stadtteil von der Stadt ab.“

Oberbürgermeister Thumann warnt in dem Zusammenhang daher vor allzu viel Optimismus im Hinblick auf eine Unterführung. Denn nach seiner Einschätzung standen die Zeichen bei den zuständigen Behörden bisher nicht auf Grün für eine Realisierung einer wie von der CSU geforderten Unterführung für Kraftfahrzeuge. Und es gelte „dass selbst bei einem einhelligen gemeinsamen Wollen des Stadtrates und dem positiven Votum aller beteiligten Stellen eine Realisierung frühestens nach den Straßenbauarbeiten am Unteren Tor und dem anschließend vorgesehenen Bau des Kreisverkehrs an der Kreuzung Berliner Ring/Altdorfer Straße beginnen könne. Eine andere Vorgehensweise würde eine funktionierende Verkehrsabwicklung in die Stadt und um die Stadt unmöglich machen.“

 
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