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Am 24.4.1998 wurde die Landesgartenschau in Neumarkt eröffnet.
Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann nimmt das Jubiläum zum
Anlass, in einer Bürgerinformation an dieses für die Stadt
herausragende Ereignis zu erinnern.
Am 24.4.1998 wurde die Landesgartenschau in Neumarkt eröffnet. Es
folgten 164 Tage, in denen Neumarkt im Mittelpunkt des Interesses
stand. „Zunächst war es eine große Chance, die sich unserer Stadt mit
dem Zuschlag am 23.2.1995 geboten hat“, so Neumarkts Oberbürgermeister
Thomas Thumann. „Daraus ist .“ Er nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, in
einer Bürgerinformation an dieses für die Stadt herausragende Ereignis
zu erinnern. Die Bürgerinformation wird Ende der Woche an alle
Haushalte verteilt.
1,1 Mio. Besucher, 18.500 verkaufte
Dauerkarten, 1.500 Kulturveranstaltungen, 275 Stadt- und LGS-Führungen,
mehr als 3.000 Busse und die Erwähnung in rund 6.000 Presseartikeln
sind die zahlenmäßige Bilanz der LGS, bei der die Stadt „nicht nur
finanziell gut abgeschnitten hat“. Denn für Oberbürgermeister Thumann
hat Neumarkt insgesamt durch die LGS gewonnen. „Es sind vor allem die
Neumarkter selber“, die durch den weitgehenden Erhalt des Areals der
ehemaligen Landesgartenschau eine „wunderschöne Grünanlage mitten in
unserer Stadt“ erhalten haben. Zudem sei Neumarkt einem weiten
Besucherkreis bekannt geworden.
Dabei standen die
Aussichten für Neumarkt als baldiger Austragungsort einer
Landesgartenschau damals eher schlecht, so dass die Stadt zunächst auf
einen späteren Zuschlag hoffen musste. Erst mit der Rückgabe der
eigentlich schon nach Landshut vergebenen Landesgartenschau für 1998
öffnete sich die Tür für Neumarkt. „Dabei war es der Weitsicht und des
Einsatzes der Stadtführung unter dem damaligen Oberbürgermeister Alois
Karl zu verdanken, dass Neumarkt diese Chance ergreifen konnte“, so
Oberbürgermeister Thumann in der Bürgerinformation. „Was danach folgte,
war ein Kraftakt aller Beteiligten, der uns auch heute noch höchsten
Respekt und großen Dank abverlangt.“ Denn während andere
Austragungsorte zwischen sechs und acht Jahre Vorbereitungszeit haben,
mussten die Neumarkter alles in drei Jahren und zwei Monaten auf die
Beine stellen.
Die Stadt habe damals bereits Nachhaltigkeit
praktiziert, obwohl dieser Begriff noch gar nicht in aller Munde war.
Aus dem Gelände der ehemaligen und unansehnlichen Kläranlage wurde eine
wunderschöne Gartenlandschaft nicht nur für die Zeit der LGS, sondern
auf Dauer geschaffen. „Aus dem Faulbehälter wurde der Schauturm, aus
dem Schlammabsatzbecken entstanden die Wassergärten, die Reste des
Gasbehälters dienten der Umgestaltung zum Seecafé und ein
grundwassergespeister Teich steht heute an Stelle der einstigen
Schlammtrockenbeete. Nicht zu vergessen, dass die Arena im LGS-Park
einstmals das Kreisfundament des Tropfkörpers dargestellt hat.“
In
der Bürgerinformation stellt Oberbürgermeister auch die Leistung der
Mitglieder der Initiative des guten Willens vor, die sich ehrenamtlich
- neben der Stadtgärtnerei - um die Pflege der Grünbereiche kümmern.
Zugleich appelliert er an weitere Interessenten, sich an den
Pflegearbeiten zu beteiligen. Sie tragen dazu bei, dass der LGS-Park
heute ein so beliebtes Ziel für viele sei. Daneben sorge auch die
Veranstaltungsreihe „Sommer im Park“ für viel Belebung. Auch die
Angebote, die von Brücke e.V. betreut werden, wie das Seecafé, der
Mistelbacher Weinkeller oder die Minigolfanlage seien belebende
Faktoren.
Gefeiert wird das Jubiläum vor allem im Rahmen
der Reihe „Sommer im Park“. Hier weist Oberbürgermeister Thumann
besonders auf den Auftakt hin. So wird der 1. Mai mit heuer gleich vier
Veranstaltungen ganz im Zeichen der LGS vor zehn Jahren stehen. Auch
die Gartentage im Mai dürften einiges an LGS-Atmosphäre wieder aufleben
lassen. Zudem läuft derzeit in der Rathauspassage ein von dem
Neumarkter Kurt Lindner gedrehter Amateurfilm über die LGS 1998.
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