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Museum Lothar Fischer: Rundgang und Gespräch |
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Der Maler und Grafiker Giorgio Morandi (1890-1964), der derzeit im
Metropolitan Museum of Art in New York und ab Januar 2009 im Museo
d’Arte Moderne in seiner Heimatstadt Bologna ebenfalls mit
Ausstellungen gewürdigt wird, ist in der Kunst des 20. Jahrhunderts
sicherlich einzigartig, denn unabhängig aller Kunstrichtungen und
Stilentwicklungen der Moderne fand er seine eigene unverwechselbare
Form.
Geprägt von Einfachheit und Klarheit, von Stille und
Sensibilität, schuf Morandi Bilder mit einer unverwechselbaren
Atmosphäre. Als Sohn eines Kaufmanns in Bologna geboren, immatrikulierte er sich
1907 an der Accademia de Belle Arti in Bologna. Schon während seiner
Studienzeit entwickelt er eine ganz autonome Bildsprache. Die
künstlerischen Einflüsse, die den jungen Morandi prägen, reichen von
Cézanne über Rosseau bis zu den Werken Picassos. Parallel dazu
beschäftigte er sich ebenso mit italienischer Kunstgeschichte, wobei
die metaphysische Malerei von Chirico und Carrà für den jungen Künstler
entscheidende Impulse setzte.
Die seit dem 19. Oktober im Museum Lothar Fischer ausgestellten ca.
50 Arbeiten Morandis zeigen eine tiefe, meditative Auseinandersetzung
mit einigen wenigen Objekten, die er in Farbe und Anordnung variiert.
Er malt einfache Gegenstände wie Flaschen, Vasen, Dosen, Kannen, Tassen
und Büchsen immer wieder in blassen, puderig wirkenden Farben und
Formen.
Wie nun die Plastiken der jungen Bildhauerin Christina von Bitter
(*1965) den Dialog mit diesen einzigartigen Zeugnissen der Malerei der
Klassischen Moderne aufnehmen, zeigt diese Sonderausstellung auf eine
eindringliche Art und Weise. Die heute in München lebende Künstlerin
wird am 20. November um 19 Uhr gemeinsam mit der Künstlerischen
Leiterin des Museums, Dr. Pia Dornacher, durch die Ausstellung „Die
Sichtbare Stille. GIORGIO MORANDI im Dialog mit Plastiken von CHRISTINA
VON BITTER“ führen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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