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„Nachhaltigkeitspapst Klaus Töpfer“ ist Hauptredner der Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz |
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Prof. Dr. Klaus Töpfer hält den Impulsvortrag über „Energie neu denken – Von der Vision zur Praxis“ auf der 2. Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz am 17.7.2009 in den Sälen der Residenz. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Energie in Kommunen und Unternehmen neu denken“. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage unter www.neumarkt-nachhaltigkeitskonferenz.de. Namhafte Referenten werden dabei verschiedene Aspekte des Themas darstellen. Einer der prominentesten unter ihnen ist der frühere Umweltminister Prof. Klaus Töpfer.
Er gehört heute international zu den wichtigen Persönlichkeiten, die
von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen
(NGO) gleichermaßen anerkannt für das globale Ziel einer nachhaltigen
Entwicklung eintreten. Töpfer ist Gründungsdirektor des Instituts für
Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam und ehemaliger
Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP. Dass
Deutschland heute weltweit eine Vorreiterrolle beim Umweltschutz hat,
ist auch ein Verdienst Professor Töpfers. Aufgrund seiner
internationalen Reputation als Fachmann für Fragen nachhaltiger
Entwicklungsstrategien und seines großen Geschicks, als Mittler bei
Interessengegensätzen einen fairen Ausgleich zu erreichen, wurde
Professor Töpfer 1998 von UNO-Generalsekretär Kofi Annan zum
Exekutivdirektor des UNO-Umweltprogramms berufen und im Jahr 2002 in
diesem Amt bestätigt. Klaus Töpfer forderte noch als Chef des
Umweltprogramms der Vereinten Nationen, angesichts des Klimawandels
eine „Energierevolution“. Verbunden damit seien enorme Chancen für die
Unternehmen. Das Problem ist, dass die Energienachfrage in
Schwellenländern wie China und Indien jährlich um bis zu neun Prozent
zunimmt. Wieder steigende Ölpreise, erneuerbare Energien, Renaissance
der Atomenergie, die für alle Bauherren verpflichtende
Energieeinsparverordnung 2009 – Energiepolitik bestimmt wieder die
Schlagzeilen. Und das nicht nur in Deutschland oder in Neumarkt.
Weltweit rückt die Frage, welche Wege wir bei der Energieversorgung
beschreiten, in den Vordergrund. Der ehemalige Umweltbundesminister
Klaus Töpfer, wie Dr. Ehrnsperger und Dr. Hans Huber auch Preisträger
der renommierten Deutschen Umweltpreises ist international so etwas wie
der Nachhaltigkeitspapst. Sein derzeitiges Credo lautet: „Der Ruin von
Finanzwirtschaft und der realen Wirtschaft ist, wenn auch mit großen
Schwierigkeiten, zu überwinden - ein durch den Klimawandel ruinierter
Planet dagegen nicht“. Die Wirtschaftskrise, so Klaus Töpfer kürzlich
in einem Interview mit dem WDR „ ist der Offenbarungseid der
Kurzfristigkeit. Wir haben uns an die Vierteljahresergebnisse der
Unternehmen gewöhnt und daran, dass wir eine Wegwerfgesellschaft sind.
Selbst die Entlohnungssysteme der Manager haben wir an diese
kurzfristigen Ziele geknüpft. Dadurch werden die sozialen und
ökologischen Kosten unseres Wohlstands heute in die Zukunft verschoben,
damit sie nicht die Preise belasten. Entscheidend ist, dass wir endlich
auch die mittel- und langfristigen Konsequenzen unseres Handelns
berücksichtigen.“ Kurz gesagt, es geht Klaus Töpfer um die Umsetzung
der Nachhaltigkeit.
Als Bundesumweltminister war Klaus Töpfer 1992 maßgeblich an der
Vorbereitung und Durchführung des Rio Erdgipfel 1992 beteiligt, wo
neben der Agenda 21 auch die Klimarahmenkonvention unterzeichnet wurde.
In seiner Funktion als Exekutivdirektor des Umweltprogramms UNEP war er
dann für die Vereinten Nationen federführend für die Weltkonferenz für
nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg verantwortlich, die nach
zehn Jahren eine erste Bilanz zog. Klaus Töpfer kennt wie kaum ein
anderer die „Mühen der Umsetzungsproblematik“ von der Vision zur
Praxis. „Viele unserer Hoffnungen sind leider nicht Wirklichkeit
geworden“, so die persönliche Bilanz von Klaus Töpfer über die
Umsetzung der Nachhaltigkeit.
Der national allseits anerkannte Umweltpolitiker Klaus Töpfer gilt als
glaubwürdiger Anwalt der globalen Verankerung des
Nachhaltigkeitsprinzips, der mit Überzeugungskraft die Weltgemeinschaft
zu aktivem Handeln zu bewegen sucht. Derzeit baut er in Potsdam im
Auftrag der Bundesregierung ein internationalen Spitzeninstitut für
Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam auf, dessen
Gründungsdirektor er ist.
Am Abend vor der Nachhaltigkeitskonferenz 2009 wird Prof. Töpfer bei
der Vergabe des Nachhaltigkeitspreises der Neumarkter Lammsbräu
anwesend sein. Die Brauerei vergibt diesen Preis bereits zum achten
Mal. Diese Auszeichnung, die mit insgesamt 10 000 Euro dotiert ist,
haben in den Vorjahren unter anderem der Eichstätter Bischof Dr. Gregor
Maria Hanke und Fritz Fuchs, Moderator der Kindersendung „Löwenzahn“,
erhalten. Nähere Informationen dazu gibt es in der neu aufgelegten
Broschüre zum Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu, die auch
im Internet auf der Lammsbräu-Homepage www.lammsbraeu.de
heruntergeladen werden kann.
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