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Volksfestbilanz 2008 der Polizei Neumarkt PDF Drucken E-Mail
polizeiDas Neumarkter Jura-Volksfest ist nicht nur im Landkreis sondern darüber hinaus als Anziehungspunkt für Groß und Klein bekannt. Viele tausend Besucher haben wiederum zahlreiche Stunden auf dem Neumarkter Volksfest verbracht.
Die Polizeiinspektion Neumarkt hat überwiegend mit eigenen Kräften und Unterstützungskräften der Polizeidirektion Regensburg 1080 Stunden mit 120 Beamten Dienst am Volksfest geleistet. Hierbei sind die Stunden für die Sachbearbeitungen auf der Dienststelle oder Anschlussermittlungen nicht beinhaltet. Nach dem Motto Prävention vor Repression soll dem Besucher die Anwesenheit der Polizei vor Augen geführt werden.


Im Einzelnen wurden während der Volksfestzeit 6 Fahrten unter Alkoholeinfluss, die in Verbindung mit dem Volksfest standen, festgestellt (2007 waren es 7, 2006  1, 2005  1). Die 6 Trunkenheitsdelikte gliedern sich in 2-mal Pkw und 4-mal Fahrrad. Der höchste Wert war hier 2,02 Promille als Fahrradfahrer.

Bei den Körperverletzungsdelikten ist ein sehr positiver Trend zu verzeichnen. Mit 7 Anzeigen wegen Körperverletzung ist hier die geringste Zahl seit 2001 gegeben. Im Jahre 2007 wurden noch 18 Delikte, 2006  11, 2005  12 Delikte gezählt. Auffallend war ein Delikt, in dem ein 18-Jähriger durch ein Messer sein Gegenüber am Oberschenkel verletzte. Dieser Täter wurde aufgrund der zahlreichen Vorbelastungen in die Untersuchungshaft auf Antrag der Staatsanwaltschaft eingeliefert. Im zweiten Fall erlitt ein anderer Beteiligter bei einer Auseinandersetzung einen doppelten Kieferbruch.

Bisher gingen 3 Anzeigen wegen Sachbeschädigung bei der Polizeiinspektion Neumarkt ein. Im Jahre 2007 waren hier 5, 2006 ebenfalls 5 und 2005  10 Anzeigen wegen Sachbeschädigung aufgenommen worden.

Auffallend hoch sind die 24 angezeigten Delikte wegen Diebstahls. Bereits am ersten Abend wurde auf dem Parkplatz neben der Jurahalle ein Motorrad im Wert von 15.000 Euro entwendet. Weiter wurden 15 Fahrraddiebstähle angezeigt. Ein junges Mädchen wurde angetroffen wie sie eine Deutschlandfahne am Zugang vom Volksfestparkplatz entwendete. Ebenso wurde ein Pkw vom Parkplatz entwendet, nachdem der Täter den Schlüssel aufgefunden hatte und gezielt nach diesem Fahrzeug auf dem Parkplatz suchte. Eine Streife der PI Neumarkt konnte den Täter mit Pkw in Woffenbach stellen.

Trotz zahlreicher torkelnder Personen gerade am ersten Wochenende, mussten insgesamt lediglich nur zwei Personen nur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen werden. 2007 waren es noch 10 Personen, 2006  5, 2005 3 Personen. Eine dieser Personen widersetzte sich mit über 2 Promille seiner Gewahrsamnahme und der Festnahme aufgrund eines vorangegangen Körperverletzungsdeliktes. Sie wird zusätzlich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Weitere Widerstandshandlungen lagen nicht vor. 2007 waren 2 Widerstände, 2006  1, 2005 kein Widerstand zu verzeichnen.

Ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss war in Verbindung mit dem Volksfest zu bringen. 2007 lagen 2 Verkehrsunfälle, 2006  1, 2005 kein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss in Verbindung mit dem Volksfest vor. Aufgrund der Alkoholisierung fuhr ein Rollerfahrer gegen das Tor des Landesgartenschaugeländes.

Im Bereich der Sexualstraftaten oder Raubdelikte wurde glücklicherweise kein Delikt verzeichnet. 2007 lag 1 Delikt, 2006 lagen 2 Delikte vor, 2005 war ebenfalls kein Delikt zu verzeichnen.

In der Gesamtbetrachtung kann man von einem geregelten und friedlichen Ablauf des Jura-Volksfestes sprechen. Die Anzahl von Besuchern und die Alkoholisierung von einzelnen Personen führen immer wieder zu strafbaren Handlungen. Größere Schlägereien mit mehreren Personen oder Schwerstverletzten blieben Gott sei Dank aus.

In diesem Zusammenhang darf auch auf die einvernehmliche und harmonische Zusammenarbeit mit dem eingesetzten Sicherheitsdienst hingewiesen werden. Nicht zuletzt sei auch erwähnt, dass die vor Jahren geschaffene Volksfestsatzung ein wichtiger Beitrag für den geregelten Ablauf des Jura-Volksfestes war. Aufgrund dieser Satzung können durch den Sicherheitsdienst und der Polizei bestimmte Verstöße wie etwa das Mitbringen von Alkoholika, von gefährlichen Gegenständen oder das Befahren des Volksfestgeländes usw. unterbunden bzw. verhindert werden.

Auffallend ist allerdings, dass der angebotene bewachte Fahrradabstellplatz zu wenig von den Besuchern angenommen wird und sich so mancher Fahrradbesitzer letztendlich über den Diebstahl seines Fahrrades ärgert.

Das einvernehmlich Zusammenwirken aller Beteiligten, hier seien auch die Stadt Neumarkt und der Festwirt und insbesondere der Sicherheitsdienst eingeschlossen, haben zu dieser positiven Entwicklung geführt.


 
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