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Gebündelte Kompetenz gegen Darmkrebs |
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Die Gesundheit ist des Menschen höchstes Gut! Dass diese Weisheit stimmt, wird vielen erst bewusst, wenn sie von einer schlimmen Krankheit heimgesucht werden. Eine dieser schlimmen Erkrankungen und Geißeln unserer zivilisierten Welt ist der Darmkrebs. Darunter versteht manin der Regel Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom), die in den meisten Fällen aus gutartigen Wucherungen in der Darmschleimhaut, so genannten Polypen, hervorgehen.
Der Herausforderung, dem Darmkrebs vehement Paroli zu bieten, stellen sich ab sofort die Experten des am 24. Oktober zertifizierten Darmzentrums Neumarkt. Das 29. Zentrum bundesweit und 8. in Bayern ist eine Kooperation von niedergelassenen Ärzten und dem Klinikum Neumarkt. Leiter des Darmzentrums ist Dr. Manfred Kästel, Chefarzt der Chirurgischen Klinik. Das Darmzentrum lebt von der Verzahnung des außerklinischen mit dem klinischen Bereich und beginnt bei der Prävention und Beratung im hausärztlichen Bereich. Die notwendige Diagnostik im Erkrankungsfall wird durch niedergelassene Fachärzte durchgeführt. Erst dann wird mit den Fachdisziplinen am Klinikum die Therapie abgesprochen. Eine zentrale Rolle spielt hier die Wöchentlich stattfindende, interdisziplinäre Tumorkonferenz, bei der die weitere Behandlung und Nachsorge abgesprochen wird. Die Pflege spielt eine entscheidende Rolle in der Patientenversorgung - sowohl auf den Stationen als auch in den Funktionsbereichen von Aufnahme über Endoskopie biszum OP und der Intensivstation. Stomatherapie, Überleitungsmanagement mit Sozialdienst, Ambulante Pflegedienste, ambulante Hospizbetreuung und viele andere Einrichtungen ergänzen die
Betreuung von Patienten mit Darmkrebs. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 70.000 Menschen neu an dieser Krankheit. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs erheblich reduzieren oder sogar verhindern. Wichtige Faktoren der Früherkennung sind die vorbeugende Testung auf Blut im Stuhl und die vorbeugende Darmspiegelung. Die Heilungschancen hängen sehr davon ab, dass die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Deutschland war 2002 weltweit das erste Land, das Darmspiegelungen als Früherkennungsprogramm für Darmkrebs eingeführt hat. Vom 55. Lebensjahr an werden für alle Versicherten die Kosten für eine Darmspiegelung (Koloskopie) übernommen.
Der Leitungszirkel des Darmzentrums (v.li.): Dr. med. Oliver Bolte, Dr. med. Manfred Kästel, Dr.med. Rudolf Kluge, Prof. Dr. med. Frank Tympner, Dr. med. Christian Grohmann, Dr. med. Ekke-hart Ladda.
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